Österreich bekommt eine KI-Strategie für Schulen
Bildungsminister Christoph Wiederkehr kündigt für den 6. November 2026 eine KI-Strategie für Schulen an. Sie soll regeln, welche Werkzeuge erlaubt sind und was bei Prüfungen gilt. Auch die Leistungsbeurteilungsverordnung soll angepasst werden.
Regeln für KI im Unterricht, ab November
Bildungsminister Christoph Wiederkehr hat Anfang September 2026 angekündigt, dass am 6. November 2026 eine KI-Strategie für Schulen veröffentlicht wird. Sie soll festlegen, welche KI-Werkzeuge im Unterricht erlaubt sind und welche Regeln bei Prüfungen gelten.
Die Leistungsbeurteilung soll sich ändern
Wiederkehr sieht nach eigenen Worten Anpassungsbedarf bei der Leistungsbeurteilungsverordnung. Schulen sollen flexibler und eigenständiger festlegen können, wie sie Leistung bewerten. Der Hintergrund ist naheliegend: Eine Hausübung, die eine KI in zwei Minuten erledigt, sagt wenig über den Lernstand aus. Mündliches Abprüfen, Argumentieren und Präsentieren im Raum gewinnen dadurch an Gewicht.
Begleitend sind ein Beirat aus Schüler-, Eltern- und Lehrervertretung sowie Fortbildungen für Lehrkräfte und ein Ausbau der digitalen Grundbildung geplant.
Warum das auch für Erwachsenenbildung zählt
Was an Schulen geregelt wird, wirkt erfahrungsgemäß in die Erwachsenenbildung hinein. Die Grundfrage ist überall dieselbe: Wenn ein Werkzeug die Aufgabe lösen kann, was genau prüft man dann eigentlich noch ab? Eine belastbare Antwort darauf ist wichtiger als jede Liste erlaubter Programme.