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GPT-6 Astra: OpenAI veröffentlicht sein bisher stärkstes Modell

OpenAI

OpenAI hat GPT-6 Astra ausgerollt. Das Modell erreicht auf mehreren Benchmarks neue Bestwerte und hat bei internen Sicherheitstests zwei bis dahin unbekannte Schwachstellen selbst entdeckt. Erstmals stuft OpenAI ein eigenes Modell bei offensiven Cyber-Fähigkeiten als kritisch ein.

Ein Modell, das Sicherheitslücken selbst findet

Am 3. September 2026 hat OpenAI GPT-6 Astra veröffentlicht. Der Rollout läuft gestaffelt über ChatGPT, Codex, die API sowie Azure und AWS Bedrock. Die Preise liegen bei 10 Dollar pro Million Input-Token und 50 Dollar pro Million Output-Token.

Die Zahlen

  • FrontierMath Tier 4: 97,6 Prozent, gegenüber 83,0 Prozent beim Vorgänger
  • ARC-AGI-3: 99,9 Prozent
  • OSWorld 2.0 (Steuerung eines Computers): 72,6 Prozent
  • ExploitBench: 100 Prozent, gegenüber 78,5 Prozent bei GPT-5.5

Der eigentlich interessante Teil

Bei den internen Sicherheitstests hat Astra nicht nur bekannte Schwachstellen ausgenutzt, sondern nach Angaben von OpenAI zwei bis dahin unbekannte Zero-Day-Lücken selbst entdeckt und verwendet. Beide wurden nach dem üblichen Verfahren an die Hersteller gemeldet. OpenAI stuft das Modell damit als erstes eigenes Modell ein, das eine kritische Schwelle bei offensiven Cyber-Fähigkeiten überschreitet.

Was daran lehrreich ist

Dieselbe Fähigkeit, die einem Angreifer nützt, nützt auch dem Verteidiger: Ein Modell, das Lücken findet, kann sie in der eigenen Software finden, bevor es jemand anderer tut. Genau deshalb prüfen die großen Anbieter ihre Modelle inzwischen vor der Veröffentlichung systematisch auf gefährliche Fähigkeiten und schränken den Zugang gestuft ein. Wer verstehen will, warum es bei KI nicht nur um Qualität, sondern auch um Zugangskontrolle geht, findet hier ein gutes Beispiel.

Quellen